Yoga
Yoga ist die Lehre der Körperwahrnehmung und Bewegungsausführung.
Der Begriff Yoga stammt aus der Sanskritsilbe "yuj" ("vereinen", "arrangieren", "stützen") und zielt auf die Verbindung von Körper und Geist.
Es ist ein praktisch übendes Verfahren und gleichzeitig ein körperorientiertes Lernen in Kombination mit dem eigenen Denken und Fühlen, bei dem besonders die Anwendung der eigenen Aufmerksamkeit auf sich selbst geschult wird.

Yoga ist ein Weg der Selbstbeobachtung und dient uns als Mittel zur Erhaltung der Gesundheit.
Es betrachtet den Menschen als Ganzes in seiner biopsychosozialen Rolle.
Das bedeutet, dass neben den biologischen, auch seelische Faktoren, die Denkweise, das Verhalten oder die Gefühle in der Betrachtung berücksichtigt werden. Auch gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse, die Umweltbedingungen, sowie berufliche und familiäre Konstellationen spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Das traditionelle Yoga tritt im Allgemeinen mit seinem erkenntnistheoretischen Hintergrund, der alt-indischen Philosophie - der Samkhya-Lehre - auf und wird von den Lebensweisen des Ayurveda - der angewandten Wissenschaft vom gesunden Leben - aus der indischen Medizin begleitet.

Yoga trägt zu mentaler und körperlicher Frische, zu mehr Wohlbefinden und Lebensfreude bei. Es zeigt uns Möglichkeiten auf, über unser Leben zu reflektieren und Entscheidungen zu treffen und es lehrt uns, wie wir bewusster leben und verantwortungsvoll mit uns und unserer Umwelt umgehen können.

Unabhängig von seinen körperlichen Grundvoraussetzungen kann Yoga jedem Menschen helfen, seine Konzentrationsfähigkeit zu fördern und zu mehr Beweglichkeit, Entspannung und innerer Ruhe zu gelangen.


Wenn sich drei Qualitäten - Klärung, Selbstreflexion und Akzeptanz unserer Grenzen - in einem harmonischen Gleichgewicht miteinander verbinden und unsere Schritte leiten, dann wird ein Weg zu Yoga.

aus "Das Yoga Sutra des Patanjali"